Die Bank of England verlangt laut der Süddeutschen Zeitung von Versicherungen und Banken im Vereinigten Königreich bis Mitte Januar detaillierte Auskunft, wie sie mit den Risiken der Erderwärmung umgehen. „Es braucht ein klares Engagement und Verantwortung auf Vorstandsebene, um die finanziellen Risiken des Klimawandels zu managen“, heißt es im Schreiben der Zentralbanker. Die Bank of England macht damit klar, dass blumig formulierte Berichte über soziale Engagements einer Bank oder ein paar ökologisch unbedenkliche Anlageprodukte nicht mehr ausreichen: Notenbanken und Aufsichtsbehörden nehmen den Klimawandel immer mehr auch als Bedrohung für die Finanzstabilität wahr. 

Parallel zur Initiative der Bank von England unterzeichneten im Oktober 18 Zentralbanken und Aufsichtsämter eine Erklärung, in der sie sich für Klimarisiken zuständig erklären. Die EZB in Frankfurt teilte den Banken der Eurozone vor Kurzem außerdem mit, dass sie Klimarisiken als eine der entscheidenden Bedrohungen für das Bankensystem der Währungsunion ansieht. (CR)