Die Stadt Zürich soll den Klimanotstand ausrufen. Das verlangt die Zürcher Jugendbewegung „Klimastreik“. Die Zürcher Tageszeitung, die immer dran bleibt, fand das nicht einmal einer kleinen Meldung wert – die NZZ übrigens auch nicht -, andere Zeitungen aber wie etwa die Zürichsee-Zeitung druckten die SDA-Meldung ab.

Man erinnert sich: Am 20. Dezember hatten rund 1000 Schülerinnen und Schüler in Zürich für mehr Klimaschutz demonstriert und dem grünliberalen Zürcher Stadtrat Andreas Hauri einen Forderungskatalog überreicht. Der grünliberale Stadtrat lobte seine zukünftigen Wähler artig und lud sie zu einem weiteren Gespräch ein. Jetzt haben die Schüler dem Stadtrat artig gedankt, aber seine Einladung unartig abgelehnt. „Alle notwendigen Massnahmen zur Lösung der Klimakrise seien bekannt“, zitiert die SDA die aufmüpfigen Zürcherinnen und Zürcher. Sie seien deshalb der Meinung, „dass die Stadt Zürich genug Möglichkeiten besitzt, sich über die Erkenntnisse in der Forschung zu informieren“.

Die Schülerinnen und Schüler fordern, dass die Stadt Zürich ihre Treibhausgasemisssionen bis im Jahr 2030 auf netto Null reduziert. Es soll ein Klimanotstand ausgerufen werden und die Stadtregierung müsse die Bevölkerung über die Ursachen und existenzbedrohenden Folgen der Klimakrise informieren. Auf die Antwort der rotgrünen Stadtregierung darf man gespannt sein. Denn eigentlich redet der ja gern über seine Klimafreundlichkeit, wenn er nicht gerade mit einem Hafenkran, einer Manifesta oder einer Seilbahn über das Seebecken anderweitig beschäftigt ist. (CR)