Die Zürcher Schülerinnen und Schüler geben nicht auf: Sie wollen auch am kommenden Freitag (18. Januar) ihren Klimastreik fortsetzen. Das bringt die Lehrer respektive die Schulen etwas in die Bredouille. Denn: Streiken ist kein Schulfach (obwohl man auch beim Streiken einiges lernen kann). Andererseits: Oft hat man den Jungen vorgeworfen, sie seien uninteressiert, unpolitisch und unengagiert. Und jetzt, wo sie sich plötzlich interessiert zeigen, sich politisch engagieren – und erst noch für eine lebenswichtige Sache, da soll man sie noch dafür bestrafen?

„Die Teilnahme am Streik ist kein Entschuldigungsgrund, um von der Schule fernzubleiben“, zitiert der Tages-Anzeiger Martin Zimmermann, den Präsidenten der Zürcher Schulleiterkonferenz. Wichtig sei aber, dass es eine pädagogisch sinnvolle Strafe gebe. Noch ist in dieser Sache nicht entschieden. Immerhin: Die Klimastreikenden und die Schulleitungen reden miteinander.

Zwei kleine Vorschläge

Es soll verschiedene Ideen geben. Zwei kleine Vorschläge hätten da auch wir: Die Schülerinnen und Schüler werden erstens dazu verknurrt, an den Schulen Informationsgespräche mit Klimawissenschaftern und -politikern zu organisieren. Und zweitens: Sie müssen mit einem professionellen Campaigner ein Konzept erarbeiten für eine grosse schweizweite Klimakampagne, an der dann auch die Lehrer (straffrei) mitmarschieren dürfen. So wäre doch allen geholfen: den Schülern und den Lehrer, den Politikern und der Bevölkerung, den nachfolgenden Generationen und den zukünftigen Millionen von Klimaflüchtlingen. Und vor allem: dem Klima. (CR)