Auch in der Antarktis schmilzt das Eis immer schneller weg. Waren es in den 1980er-Jahren noch 40 Milliarden Tonnen pro Jahr, ist der Verlust in diesem Jahrzehnt auf 252 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr angestiegen. Die im amerikanischen Fachjournal Proceedings of the National Academy of Science veröffentlichte Studie von Forschern der University of California zeigt, dass die Westantarktis zwar am stärksten betroffen ist, laut Matthias Braun, einem Klimawissenschaftler von der Universität Erlangen-Nürnberg Gebiete haben auch die Gletscher in der Ostantarktis Masse verloren, „was so bisher nicht bekannt war“,, sagte Braun der Süddeutschen Zeitung. Zudem: Der antarktische Eisverlust sei durchaus mit dem Rückgang auf Grönland vergleichbar.

Global betrachtet, schreibt die Süddeutsche Zeitung, ist das Abschmelzen der Antarktis aber „nur einer unter mehreren Treibern des Meeresspiegelanstiegs. Aufgrund weiterer Klima-Faktoren steigt der globale Meeresspiegel aktuell um 3,1 Millimeter pro Jahr.“ Derzeit aber sei die temperaturbedingte Ausdehnung des Wassers noch der wichtigste Faktor für den Anstieg des Meeresspiegels. (CR)