„Es geht zu lange und zu langsam“

Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz und dem Klimagipfel in Kattowitz fassen Stefan Häne und Martin Läubli im Tages-Anzeiger eine Studie des Forschungsunternehmens Econcept zusammen. Laut den beiden Autoren lassen sich 30 Prozent der Emissionen ohne weitere zusätzliche Anstrengungen erreichen. Um das 1,5-Grad-Limit zu erreichen, wäre im Inland Reduktionen von mehr als 40 Prozent notwendig. Die Schweiz habe ein Reduktionspotential von 48 Prozent bis 2030. „Dazu bräuchte es aber verstärkte Bemühungen, in den Gebäuden die Effizienz zu steigern sowie bei der Wärmeproduktion anstelle von Erdöl und Gas auf Sonnenenergie, Holz, Abwärme und Erdwärme umzustellen. Die Pläne der Politik zeigen aber in eine andere Richtung.“ 

Entgegen den Studienautoren soll auch das Gebäudeprogramm nicht ab 2026 gestoppt werden – „das Instrument, das erfolgreich hilft, die Emissionen zu reduzieren“, schreiben Häne und Läubli. Und: „Die jüngsten Ergebnisse des IPCC zeigen, dass künftig keine Infrastruktur mehr (neu) gebaut werden darf, die fossile Energie produziert.“ Auch beim Autoverkehr geht es zu lange und zu langsam und die Emissionen der Neuwagen müssten weit tiefer liegen. (CR)

https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/technik/weg-vom-erdoelland/story/16947306
https://www.econcept.ch/de/im-fokus/15-grad-bericht-weltklimarat-schweizer-klimaziele/

Stichworte: Klimapolitik Schweiz, 1,5-Grad-Limit, Econcept